Die Module

Das Curriculum sieht 30 Unterrichtseinheiten (UE) vor. Es ist in sechs Module unterteilt, die zeitlich variieren und jeweils unterschiedliche Themen aufgreifen. Um auf die verschiedenen Interessen und Bedürfnisse der jugendlichen Teilnehmenden, auf ihren Wissensstand, ihre Lerngeschwindigkeit und die Gruppendynamik flexibel eingehen zu können, wurde das Curriculum inhaltlich offen und didaktisch flexibel angelegt. So leitet das Curriculum die jeweiligen Module an und sorgt für eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Projekte, vor allem im Hinblick auf den zu vergebenden – standardisierten - „Führerschein“. Zugleich ist es prozessoffen, damit den Interessen und den Voraussetzungen der Jugendlichen Rechnung getragen werden kann.

Modul 1: Lebenswelt Stadt / Gemeinde / Schule / Arbeitsplatz

Modul 1: Lebenswelt Stadt / Gemeinde / Schule / Arbeitsplatz

Im ersten Modul des Demokratieführerscheins steht die Sicht der Teilnehmenden auf ihr Lebensumfeld – Stadt, Gemeinde, Schule, Arbeitsplatz – im Fokus. Gemeinsam tauschen sie sich darüber aus, was sie an ihrer Stadt, Gemeinde, Schule oder an ihrem Arbeitsplatz stört und wo sie Handlungsbedarf sehen. Sie formulieren Wünsche und entwickeln ein Zukunftsbild ihres Lebensraums. Ziel ist es, dass sich ein Anliegen herauskristallisiert, das die Teilnehmenden im Laufe des Projekts verfolgen möchten.
Neben dem thematischen Schwerpunkt dient das erste Modul aber auch dem Kennenlernen innerhalb der Gruppe bzw. wenn sich die Jugendlichen schon kennen, dem intensiveren Kennenlernen.

Modul 2: Demokratie – Ich mache mit!?

Modul 2: Demokratie – Ich mache mit!?

Im zweiten Modul setzen sich die Teilnehmenden mit kommunalpolitischem Handeln auseinander, sowohl generell (wie funktioniert Kommunalpolitik?) als auch auf ihr Anliegen bezogen (wer ist für unser Anliegen zuständig?). Dabei lernen sie zu recherchieren und Informationen zu bewerten und eignen sich so Wissen über kommunalpolitische Abläufe an. Gleichzeitig lernen sie in dem Modul, ihr Anliegen zu formulieren, zu präsentieren und dafür zu argumentieren: Sie werden zu Experten ihres Anliegens.

Modul 3: Verhandeln und Reden

Modul 3: Verhandeln und Reden

In diesem Modul erproben die Teilnehmenden den Verlauf und das Verhalten in einer Bürgerversammlung anhand eines Rollenspiels in Vorbereitung auf das Modul 4. So lernen die Jugendlichen, Sachverhalte zielführend vorzutragen, zu argumentieren und zu diskutieren. Sie lernen auch, sich in andere Positionen hineinzuversetzen und schließlich Kompromisse einzugehen.

Modul 4: Demokratie-Kompetenz oder Politisches ABC

Modul 4: Demokratie-Kompetenz oder Politisches ABC

Dieses Modul ist zweiteilig aufgebaut: Im ersten Teil planen die Jugendlichen die Umsetzung ihres Anliegens, indem sie konkrete kommunalpolitische Handlungsperspektiven entwickeln. Hier stehen nochmals die kommunalpolitischen Strukturen im Vordergrund, die es zu vertiefen gilt. Aber auch die Rolle von Medien in der Politik und für die Umsetzung ihres Anliegens wird thematisiert.
Im zweiten Teil wird die Umsetzung anhand eines Planspiels erprobt.

Modul 5: Meine Fragen an die Politik – Gespräch mit MentorInnen

Modul 5: Meine Fragen an die Politik – Gespräch mit MentorInnen

Das fünfte Modul kann als Gesprächsrunde mit Politikerinnen und Politikern gestaltet werden, die als Mentorinnen und Mentoren auftreten. Zum einen können die Jugendlichen mehr über die persönlichen Hintergründe und Motivation für politisches Engagement erfahren. Andererseits kann hier auch das Anliegen der Jugendlichen vorgebracht und diskutiert werden.

Modul 6: Demokratie-Perspektiven: Weiter in die Politik

Modul 6: Demokratie-Perspektiven: Weiter in die Politik

In diesem Modul wird das Projekt reflektiert, bewertet und abgeschlossen. Mit einem Rückblick auf den Projektanfang und den –verlauf kann die Entwicklung des Projekts oder auch des Einzelnen reflektiert werden. Gleichzeitig soll aufgezeigt werden,  welche Mitwirkungsmöglichkeiten es für Jugendliche in der Politik gibt. Ggf. kann auch darüber gesprochen werden, wie das Anliegen der Jugendlichen weiter verfolgt werden kann.

Ergänzungskapitel Demokratieführerschein Web 2.0

Cover Ergänzungskapitel

Für junge Leute ist es mehr und mehr eine Selbstverständlichkeit sich in der digitalen Welt zu bewegen. Aber auch für Politikerinnen und Politiker ist die Relevanz der neuen Medien gestiegen. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, wurde das Konzept „Demokratieführerschein“ um ein Kapitel erweitert. Die Ergänzung „Demokratieführerschein 2.0“ bietet eine Übersicht über online-gestützte Methoden und Werkzeuge zur individuellen und punktuellen Einbindung in den Demokratieführerschein. Die unterschiedlichen Anwendungen, wie z. B. digitale Pinnwände, QR-Codes oder Online-Petitionen, werden tabellarisch vorgestellt. Um das Ergänzungskapitel zu nutzen, können Sie es entweder hier herunterladen oder über das Bestellformular anfordern.

Deutscher Volkshochschul-Verband e.V.